Bonsaifreunde Teck und Umgebung
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Was ist Bonsai ?

 

Alle Aspekte der Bonsai-„Kunst“ zu beleuchten, würde mehrere Bücher füllen.

Bonsai ist nicht nur ein Hobby wie jedes andere, nein, es ist mehr schon eine Einstellung, eine Philosophie. Der Bonsaifreund erfreut sich am Werden und Sein seiner Bäume, er erlebt immer wieder den Rhythmus der Jahreszeiten und entfaltet schöpferische Fähigkeiten bei der Gestaltung. Sein Lohn sind Entspannung, Erholung und innere Ausgeglichenheit.

 

Das japanische Wort bonsai (盆栽, dt. „Anpflanzung in der Schale“) geht zurück auf den chinesischen Begriff penzai. Das Wort bonsai besteht aus den beiden Wörtern bon „Tablett“ oder „Schale“ und sai „Baum“ oder „Pflanze“. Der Bonsai-Baum ist also ein in einem Pflanzgefäß (Schale) gezogenes Bäumchen, das durch Kulturmaß-nahmen (Formschnitt, Wurzelschnitt, Blattschnitt, Drahtung) klein gehalten wird und in künstlerischer Gestaltung in eine gewünschte Wuchsform gebracht wird.

 

Bonsaibäume können bei guter Pflege viele hundert Jahre alt und sehr wertvoll werden. Für Bonsai eignen sich nahezu alle verholzenden, kleinblättrigen oder kleinnadligen Baum- und Straucharten. Die Gestaltung und Pflege erfordern etwas Geschick und Zeit, aber wer auch sonst mit Pflanzen etwas Glück hat, wird viel Freude an dem Hobby Bonsai haben.

 

Bonsai können aus Sämlingen, aus Jungpflanzen und aus in der Natur gesammelten Pflanzen (Yamadori) geformt werden. Oft eignen sich auch Baumschulpflanzen oder Containerpflanzen aus dem Gartencenter. Genetisch unterscheiden sich Bonsai- Bäume nicht von gewöhnlichen Pflanzen. Daher gibt es auch keine Bonsaisamen. Allein durch die Kulturmaßnahmen behält der Bonsai-Baum seine charakteristische Größe.

 

Die heute bekannten Bonsai sind häufig im japanischen Stil gestaltet, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts herausbildete. Doch die Bonsaikunst ist viel älter und entstammt der Gartenkunst des Kaiserreiches China.

 

1867 stellte Japan auf der Weltausstellung in Paris erstmals Bonsai einer westlichen Öffentlichkeit vor. Nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich Bonsai als Hobby in der ganzen Welt.

 

Was für ein Bild der Rahmen, ist für den Bonsai die Schale.

Bonsaischalen stellen also einen weiteren wesentlichen Bestandteil des Gesamt-kunstwerks Bonsai dar, und müssen entsprechend zu jedem Baum individuell und sorgfältig ausgesucht werden. In manchen Fällen wird eine Schale auch extra für einen Baum in Handarbeit hergestellt. Für würdevolle alte Kiefern im aufrechten Stil bieten sich beispielsweise rechteckige Schalen in unglasierten Erdtönen an, für blühende oder zart gebaute Bäume würde man eher runde oder ovale Formen in hellen Tönen wählen. Kaskaden und Halbkaskaden wachsen in tieferen Schalen, da sonst das optische Gleichgewicht nicht stimmt und der Baum zu kippen scheint. Für Literatenformen werden oft runde Schalen (sogenannte Trommelschalen) benutzt. Bei der Auswahl der Schale ist zu beachten, dass diese nicht im Mittelpunkt stehen soll, sondern der Bonsai. Eine „zu schöne“ oder zu auffällige Schale lenkt von dem Bonsai ab und erfüllt somit nicht ihren Zweck. Ausnahmen bilden die kleinsten Bonsai,

Mame: Hier werden mit Vorliebe sehr bunte und auffällige Schalen verwendet.

 

Ausführliche Informationen und Beschreibungen zum Thema finden Sie bei Wikipedia oder besuchen Sie einfach die Seiten unseres Dachverbandes, dem Bonsai Club Deutschland eV bzw. der Bonsai-Regio Württemberg. Die Links finden Sie oberhalb der Überschrift dieser Zeilen.

 

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